Stand der Dinge

    Die Schulmedizin sieht in der Kinderlosigkeit ein funktionales Problem und übersieht dabei iatrogene, seelische oder auch konstitutionelle Ursachen. Die Lösung des Problems sieht man darin, die Funktionalität der Geschlechtsorgane festzustellen und im Versuch, diese ggf. durch Hormongaben zu beeinflussen. Alternativ und/ oder ergänzend werden Inseminationen oder in – Vitro – Fertilisationen vorgenommen. Neben den hohen Kosten müssen dabei die Unwäg-barkeiten dieser Methoden sowie die Gefahren und Nebenwirkungen, die von ihnen ausgehen, in die Waagschale geworfen werden. Zudem beseitigt eine IVF nicht die Neigung zu einer Fehlgeburt, wie sich gezeigt hat. Bestehende Blockaden wie Vergiftungen bspw. durch Zahnmaterialien, Impfungen oder Medikamente, Herdgeschehen und Drüsenfehlfunktionen, um nur einige zu nennen, sowie Blockaden auf emotionaler und seelischer Ebene müssen erkannt und aufgelöst werden, damit ein gesundes Kind entstehen kann. Der Gesamtorganismus aus Körper, Geist und Seele muss bereit sein können, ein Kind zu zeugen bzw. heranwachsen zu lassen. Oft ist es ein Selbstschutz des Organismus und der Seele, kein Kind entstehen zu lassen. In diesem Sinne ist es unbedingt notwendig, die von uns vorgestellten Methoden den Betroffenen bekannt und verfügbar zu machen. Eine Ei- sowie eine Samenzelle reichen selten aus, ein Kind entstehen und wachsen zu lassen.

    Hier meine Erfahrungen aus Familienaufstellungen, die ich mir kinderlosen Paaren gewonnen habe:

    Thema: Kinderlosigkeit und Familienaufstellung

    Kinderlosigkeit hat seine Ursachen. Diese können auch außerhalb von rein physiologischen und somatischen Gründen wie Unfruchtbarkeit oder fehlender Empfängnis liegen.  Aufstellungen bringen unbewusste und oft unvermutete Zusammenhänge ans Licht.

    Ein oder beide Elternteile stellen dazu Stellvertreter für sich und das gewünschte Kind intuitiv in Beziehung zueinander in den Raum – dito evt. vorhandene frühere Kinder. Die Stellvertreter fühlen sich in ihre Rolle hinein und äußern ihre Gefühle und Empfindungen.

    In den vorliegenden Fällen zeigte sich, dass die Eltern oder auch nur ein Elternteil tief in ihrem Inneren gar nicht bereit für ein (weiteres) Kind gewesen sind. In einem Fall waren die Eltern völlig einander zugewandt und das gewünschte Kind war nicht in ihrem Blick. Der Stellvertreter für das Kind spürte, dass für ihn überhaupt kein Platz vorhanden war.

    In einem anderen Fall zeigte sich eine Blockade zwischen den Eltern, die durch ein zurück liegendes Ereignis ausgelöst worden war, für das sie sich gegenseitig die Schuld zuwiesen.

    In einem weiteren Fall konnte auf Grund der Aufstellung erkannt werden, dass das gewünschte Kind sich völlig vereinnahmt und erdrückt fühlte durch die übergroße Erwartung, die an es gestellt wurde. Der Stellvertreter verspürte das große Bedürfnis, sich aus dem Wirkungsfeld der Eltern heraus zu begeben.

    Durch die Arbeit mit der Aufstellung und das Erstellen eines Lösungsbildes ergab es sich in 2 Fällen, dass das gewünschte Kind einen Platz einnehmen konnte, an dem es sich zugehörig, geliebt und gewünscht fühlte. Der dritte Fall konnte nur bestätigen, was sich anfangs der Aufstellung auch gezeigt hatte: Die berufliche Ausrichtung hatte absoluten Vorrang und ein Kind war nicht wirklich gewünscht bzw. dem Partner zur Liebe gewünscht.

    Hellinger (in „Ordnungen der Liebe“) beschreibt einen Fall von Kinderlosigkeit nach einer Fehlgeburt in einer früheren Beziehung. Diesmal war die Lösung, dass sich die Mutter dem Kind zuwendet und es wiederholt mit den Worten anspricht: „Mein liebes Kind!“.

    So einfach kann das sein!??!

    Es wirken Dinge hinter den Dingen. Familienaufstellungen zeigen das, was ist, es geht also um Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Und die sieht oft anders aus, als wir glauben. Es zeigen sich sowohl segensreiche als auch unheilvolle Verbindungen und Kräfte. Und wir haben durch dieses Verfahren die Möglichkeit, diese anzuschauen und zu sehen, wie diese Kräfte in uns und in unseren Familien wirken. Mit der Arbeit und dem Lösungsbild erhalten
    wir die Möglichkeit, uns den positiven und stärkenden Kräften anzuschließen.

    Was das behandelte Thema betrifft, schaffen wir durch diese Arbeit die Voraussetzung dafür, dass Befruchtung und Empfängnis stattfinden können oder sollten. Wenn die Seele bereit ist für ein Kind, dann wird es der Körper auch.

    Das Verfahren kann für alle Formen menschlichen Miteinanders angewendet werden. Weitere Infos beim Verfasser.

     

    ©2002-2006 by Jörg Pantel